Bautagebuch

Spatenstichfeier

Am Dienstag, den 3. April 2018, hieß es für uns Musikerinnen und Musiker: Auf geht’s, bock ma’s o!

Am Abend trafen wir uns mit Instrumenten und Schaufel auf der Wiese neben dem Gemeindeamt und machten eine symbolische Spatenstichfeier. Ein paar Märsche später buddelten wir bereits die ersten Löcher und plauderten danach noch eine Weile bei mitgebrachten Getränken und Snacks.

Mit dieser Feier machten wir den Anpfiff für die heiße Bauphase unseres neuen Musikheimes. Uns ist allen bewusst, dass nun viel Arbeit und Organisation auf uns zukommt. Durch unsere Gemeinschaft wird dieses große Projekt bestimmt bewältigbar sein. Wir haben unser großes Ziel vor Augen: ein super Musikheim, auf das wir uns bereits jetzt freuen!

 

Bauphase 1: April

Bereits am Tag nach unserer Spatenstichfeier kam der Bagger und hob für das Fundament die Erde aus. Danach betonierte die Firma Eiblmayr-Wolfsegger die Bodenplatte und die Fundamente.

  

In der Zwischenzeit bereitete die Firma Reindl aus Mondsee bereits die Holzkonstruktionen vor. Nachdem unser Musikheim aus Holzriegelwänden besteht, konnten diese innerhalb von zwei Tagen aufgestellt und fixiert werden. Ruck zuck war unser Musikheim schon zu erkennen.

Vier Musiker aus unseren Reihen stellten am Mittwoch, den 25.04., das Baugerüst auf. Am Abend war schon eine Dachseite zugedeckt. Ein „Rofn“ fehlte aber… deswegen machten wir uns am späten Nachmittag auf die Suche und konnten ihn schließlich im Keller der Gerberei Kölblinger finden. Danach setzten wir uns im zukünftigen Probenraum zusammen und ließen den ereignisreichen Tag noch ausklingen.

    

In den darauffolgenden Tagen wurde das Dach fertig zugedeckt und die Dachlattung angebracht. 

Beim Tagreveille am 1.Mai marschierten wir zu unserem neuen Musikheim und spielten im Probenraum den ersten Marsch „Zur Feier des Tages“.

Unser Fazit nach dem ersten Monat:
Bisher verliefen alle Arbeiten planmäßig und ein großer Fortschritt ist bereits erkennbar. Unsere Musiker konnten im ersten Monat bereits 89 Stunden an Eigenleistung aufbringen.

Bauphase 2: Mai

Nachdem unsere Dachlattung bereits angebracht wurde, konnten unsere Musiker am Freitag, 4.Mai mit dem Decken unseres Daches beginnen. Außerdem wurde innen an der Dampfsperre und der Sparschalung gearbeitet. An diesem Wochenende (Freitag und Samstag) waren insgesamt 12 Musiker und 3 Angehörige von Vereinsmitgliedern im Einsatz. Thomas Schütz und Ernst Falkensteiner ließen dieses intensive Wochenende mit der "Dachdecker- Weis" musikalisch ausklingen... mit viel Gefühl auf dem fertigen Ziegeldach. 🙂

  

 

In der Woche von 7.-9.5. waren unsere "Urgesteine" des Musikvereins fleißig im Innenbereich des Musikheims tätig und halfen bei der Dämmung der Zwischenwände, bei dem Anbringen der Dampfsperre und der Sparschalung. Danke für Euren Einsatz! 

 

 In einer Blaskapelle sind Streichquintette und -sextette normalerweise eher fehl am Platz. Doch am 11.& 12. Mai waren sie im Musikheim voll im Einsatz. 😉 Unsere Musikmädels begannen - mit Pinsel und Küberl ausgestattet - mit dem Streichen der Bretter für die Außenschalung. 9 Farbdosen später fehlt einigen Brettern noch die Farbe, doch das wird ein anderes Mal in Angriff genommen.  

Bauphase 3: Juni

Im Juni wurde im Inneren des Gebäudes viel gearbeitet. Die Firma Heissl Installationstechnik aus Altmünster brachte sämtliche Elektro- und Sanitärinstallationen in unseren Räumen an, sodass einige Tage später der Estrich durch die Firma Hirschböck aus Vöcklabruck verlegt werden konnte.

Die Fenster für unser Musikheim kamen von der Firma Kreische Metallbau aus Regau und die Firma THT Trockenbau aus Pinsdorf begann kurz darauf mit den Gipskartonarbeiten der Trockenbauwänden.

Aber auch an der Außenanlage hat sich einiges getan. Die Firma Eiblmayr-Wolfsegger baute an der Nordseite des Grundstückes zwei Retentionsbecken ein und verlegte den Kanal. Rund um das Gebäude machte die Firma Hofmann aus Redlham die Schotterplanierung.

Wie ihr sehen könnt, ist der Baufortschritt schon groß und bald können auch wir Musikerinnen und Musiker wieder tatkräftig mithelfen. Denn in einigen Tagen werden wir mit der Fassade unseres Musikheims beginnen. Dazu werden wieder fleißig Bretter gestrichen und bald montiert.

 

Bauphase 4: Juli

Trotz der heißen Temperaturen im Juli arbeiteten unsere Musiker/innen fleißig an der Fassade unseres Musikheims.

Die Bretter, die unsere Mädels die Wochen zuvor gestrichen haben, wurden nun angebracht. Dazu musste zuerst eine Lattung montiert werden, danach mit einer schwarzen Folie abgedeckt und anschließlich die gestrichenen Bretter angeschraubt werden.

Ende Juli waren bis auf die Hauptfassade an der Westseite des Gebäudes alle Seiten fertig zugeschalt.

An dieser Stelle wollen wir uns herzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr Parschallen-Aich bedanken. Einige Mitglieder der Feuerwehr nahmen sich die Zeit, an der Südseite des Gebäudes zu arbeiten. Diese Seite war nach zwei Tagen durch ihre Arbeit fertig. Vielen Dank für euren Einsatz! Dadurch greift ihr uns wirklich stark unter die Arme!

Da die Arbeiten an der Fassade unseres Musikheims als großer Teil zur Eigenleistung an unserem Neubau gehören, konnten wir durch die zahlreichen gearbeiteten Stunden unseren Kostenanteil deutlich schmälern.

Danke an alle Helferinnen und Helfer sowie alle, die unsere Arbeiter/innen in den Pausen mit Speis und Trank versorgten.

Das Ergebnis lässt sich anschauen 😉

Neben der Fertigstellung der der Fassade werden in Zukunft die Trockenbauarbeiten im Gebäudeinneren in Angriff genommen. Die Gipskartonarbeiten wurden bereits teilweise begonnen.

 

Bauphase 5: August

Neben den Vorbereitungsarbeiten für unser dreitägiges Musikfest arbeiteten viele MusikerInnen weiter an der Außenfassade unseres neuen Musikheims. Neben kleineren Feinarbeiten wurden auch u.a. an der Straßenseite des Gebäudes die Bretter angebracht.

Im Gebäudeinneren wurden die Gipskartonarbeiten durch die Firma THT ausgeführt.

Im Notenarchiv, im Lagerraum und im Dachboden wurden diese Arbeiten in Eigenregie durch den Musikverein erledigt.

 

Bauphase 6: September

Im September wurde wieder Farbe und Pinsel aus dem Lagerraum herausgeholt um die Untersichtplatten zu streichen. Außerdem wurden die Bretter zwischen Glasfront und Eingangstüre in Anthrazit gestrichen. Diese werden für den künstlerischen Anteil an unserem Musikheim gebraucht.

Kurz zu dem künstlerischem Beitrag: Bei dem Bau eines öffentlichen Gebäudes muss gesetzlich 1% der Hauptkosten für ein künstlerisches Projekt aufgewendet werden. Unser Beitrag wird natürlich mit Musik verbunden:

An der Hauptfassade des Gebäudes zur Straßenseite wird in Form von einer digitalen Tonspur, die an einen Equalizer erinnert, der Verlauf der oberösterreichischen Landeshymne angedeutet. Der Melodieverlauf geht (später) über die Glasfront und endet in farbigen Brettern, die in den Farben unserer Musiktracht gestrichen wurden.

 

 

 

 

 

 

Im Gebäudeinneren fing im September die Firma Eichhorn aus Vöcklabruck mit den Malerarbeiten an. Der Fliesenleger Wolfgang Gebhart aus Nußdorf verlegte zu unserer vollsten Zufriedenheit in den Toiletten, im Aufenthaltsraum und im Lagerraum die Boden- sowie die Wandfliesen.

 

Aber auch draußen hat sich einiges getan: Die Asphaltierungsarbeiten wurden durch die Firma Hofmann aus Redlham abgeschlossen, die Außenanlage rund um das Musikheim planiert und ein Kiesweg zum Parkplatz der Gemeinde wurde angelegt.

An der Ostseite des Gebäudes (also die Seite Richtung See) ist eine zukünftige Eisstockbahn vorgesehen. Wasseranschluss sowie Licht etc. wurden vorbereitet. Jetzt muss es nur noch kalt werden, dann können die Nußdorferinnen und Nußdorfer im Winter ein paar lustige Partien dort spielen. 😉

 

 

An dieser Stelle im Bautagebuch möchte sich der Musikverein Nußdorf ganz besonders bei seinen „Olides“ Walter Großpointner, Franz Haberl und Karl Reiter bedanken. Sie waren unter der Woche stundenlang im Einsatz und haben insgesamt über 300 Stunden an der Fassade, aber auch im Inneren gearbeitet. Walter, Franzi und Karl sind große Vorbilder für uns alle.

 

 

 

Bauphase 7: Oktober

Da auch die Oktoberwochenenden großteils regenfrei blieben, konnten wir die letzten Arbeiten an der Fassade erledigen, nämlich die Montage der Untersichtplatten an der West- und Ostseite des Gebäudes.

 

Im Gebäudeinneren wurde bereits der Boden in den Probenräumen und im Archiv von der Firma Hirschböck aus Vöcklabruck verlegt. Deshalb konnten wir im großen Proberaum mit dem Bau des Podests für unser Schlagzeugregister beginnen. Vielen Dank an Tischlermeister Friedrich Neubacher, der uns mit seinem handwerklichen Geschick hierbei half. Die Produktion der Kästen für unser Notenarchiv sowie die Tischlerarbeiten für den gesamten Innenbereich sind bereits in vollem Gange.

Die Proben für unser Jahreskonzert im Dezember finden derzeit noch im alten Musikheim statt. Die Tischlerarbeiten sollten nach derzeitigen Plan vor Weihnachten abgeschlossen sein, sodass wir danach mit dem Umsiedeln beginnen können. 🙂